Einmal 80er und zurück !

In Deutschland wurde in den 1950er-Jahren vom Institut für Rundfunktechnik das „Universal-Testbild“ für die ARD entworfen, welches in etwa bis zum Sendestart des ZDF ausgestrahlt wurde. Es handelte sich dabei um eine Grafik. Danach kamen die ersten, von Testbild-Generatoren rein elektronisch erzeugten Schwarzweiß-Testbilder zum Einsatz. Mit dem Beginn des Farbfernsehens beauftragte der niederländische Hersteller Philips 1966 den dänischen Ingenieur Finn Hendil (1939-2011),[1] das Farb-Probebild für Fernsehgeräte Philips-Testbild PM5544 zu gestalten. Es ist das wohl bekannteste, elektronisch erzeugte Farbtestbild, das in mehreren Ländern über viele Jahre Verwendung fand. Vor der Einführung von 24-Stunden-Fernsehprogrammen waren in den sendefreien Zeiten nach Programmende Testbilder im öffentlichen Fernsehen zu sehen. Bis Ende der 1980er Jahre wurden die Testbilder einige Minuten nach Sendeschluss abgeschaltet und erst am späten Vormittag wieder aufgeschaltet. Die verschiedenen Testbilder wurden entweder mit einem Messton (ZDF) oder Ton von einem Radioprogramm (ARD) unterlegt. Speziell nach Einstellung dieser regulären Testbild-Sendungen in den Jahren nach etwa 1990 (RTL und Sat.1 1991, ProSieben 1995, ARD sowie ZDF 1996) erlangte das Testbild verschiedener Sender auch einen gewissen Kultstatus und hat sich in bestimmten Kreisen zu einem beliebten Sammelobjekt entwickelt. Das letzte deutsche Fernsehprogramm, welches regelmäßig ein Testbild sendete, war bis Ende 1997 das hr-fernsehen. Heute sieht man Testbilder oft im Kabelfernsehen, wenn eine Störung vorliegt oder über die Sender aus dem weiteren Ausland via Satellit.