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Matrizendrucker

Bevor es moderne Kopierer gab wurden die Aufgaben und Textdokumente in den Schulen mit Matrizendrucker (auch bekannt als Spiritusdrucker oder Blaudrucker) vervielfältigt. Ich erinnere mich noch genau an das leicht gelbliche Papier, mit der unscharfen blau-violetten Farbe bzw. Schrift und dem unverwechselbaren Geruch nach Lösungsmittel.
Für Details über die Funktionsweise hilft Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Matrizendrucker



Matrizendrucker Erinnerst Du Dich? Erzähle uns über Deine Erinnerung an damals. Zum Kommentar. Lieben Dank!!!

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17 Kommentare zu „Matrizendrucker“

  1. Irgendwie rochen sie etwas nach Spiritus. Fast die ganze Klasse schnüffelte nach dem Austeilen daran. Der Geruch verflüchtigt sich nach einigen Tagen. Oft wurden die Vorlagen so häufig benutzt, dass der Text später kaum noch lesbar war.
    Für eine Theateraufführung (1986) in der Schule erstellte ich die Einladungen mit mehreren verschiedenfarbigen Matritzen (in Blau, Pink, Grün und ockerfarben). Die Farbe haftete noch Tage später an den Fingern.

  2. Stefan Zaworski

    Echte Kopien aus dem Kopierer (von Rank Xerox) waren viel zu teuer!
    Rank Xerox besaß nämlich das weltweite Patent für Kopien, welche mit einem Kopierer mittels Farbkartusche hergestellt wurden.
    Alles hierfür mußte (!) man bei Rank Xerox kaufen: den Kopierer, die Kartuschen, das Kopierpapier (!)… alles!
    Für Rank Xerox war das eine Lizenz zum Geld drucken!!!
    Denn, wenn man sich „erdreistete“, herkömmliches Schreibmaschinenpapier zu Kopierzwecken heranzuziehen, und es ging am Kopierer was kaputt, dann konnte Rank Xerox sich weigern, irgendwelche Garantieansprüche zu verweigern!
    Mit der Begründung, „es wurden keine Original Rank Xerox Materialien verwendet“!
    Die Reparatur des Kopierers kostete danach ein kleines Vermögen!
    Irgendwelche technischen Fortschritte waren auch während der Monopolstellung von Rank Xerox an den Geräten nicht festzustellen: jede Vorlage mußte einzeln nacheinander eingelegt werden (von wegen automatischer Vorlageneinzug…).
    Es gab allerdings findige Leute, die das Funktionsprinzip des Rank Xerox Kopierers erfolgreich unterlaufen haben!
    Eines davon ist der Matritzendrucker!
    Der Lehrer beschrieb die Matritze Zuhause mit der Schreibmaschine, und in der Schule wurde dann vervielfältigt!
    Bei der Bundeswehr hatte es auch so ein Teil – und das mit Recht: das Ding funktioniert ohne Strom (denn wo soll ich auf dem Schlachtfeld eine Steckdose herbekommen?!?), und braucht als Kopierflüssigkeit denaturierten Alkohol (Isopropylalkohol).
    Starker Wodka tut’s auch…!

    1. Dietmar Schaefer

      Morgen….ich habe jetzt alles zum Vervielfältigen. Matritzen habe ich bei Ebay gefunden.
      Sobald ich gesundheitlich stabiler bin, werde ich loslegen.
      Grüße
      Dietmar

  3. Meine Erinnerung geht zurück zu meinem ersten Arbeitstag am 2.April 1962 – der Beginn meiner Ausbildung zur Industrie-Kauffrau in einem großen Fabrikationsbetrieb für Schleifmittel.
    In der Rechnungsabteilung wurden die Rechnungen alle auf Matritzen geschrieben und dann in unterschiedlichen Stückzahlen auf einer „Ormig-Maschine“ abgezogen, was dann für einige Wochen meine Arbeit war.
    Der Spruch dieser Zeit: „Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“ 🤣

  4. Dietmar Schaefer

    Guten Tag,
    ich habe einen Umdruckvervieltätiger und bin auf der Suche nach der Flüssigkeit, Ormigtim. Ich komme nicht weiter.
    Welche Flüssigkeit kann ich alternativ nehmen? in der Schweiz heißt er Schnapsdrucker…..
    Grüße
    Dietmar

  5. Mit einem Ormig-Drucker habe ich 1975 in der DDR Flugblätter hergestellt und anonym verteilt. Dafür wurde ich zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. „Ormig“ hieß meine Stasi-Akte. Kann man nicht vergessen.

  6. Ich kann mich auch noch gut an damit kopierte Zettel und ihren Geruch erinnern. Ein Matrizendrucker wurde in meiner Grundschule mindestens bis Anfang der 2000er (!) eingesetzt.

  7. Wenn bei uns diese Zettel in der Schule ausgeteilt wurden, haben alle erstmal eine ordentliche Nase von dem Lösungsmittelgeruch genommen! War wahrscheinlich nicht gesund, aber man konnte einfach nicht anders! Später in der Handelsschule haben wir sogar selber solche Matritzen beschrieben und vervielfältigt!

    1. Ich kann mich gut an die Matrizenabzüge erinnern an denen ich gerne den Spiritus gerochen habe. Ich besitze auch noch Abzüge aus dem 4. Schuljahr 1967/68 in der Volksschule Walporzheim/Ahr. Wir hatten einen Lehrer, der sehr mit seiner Heimat und Umgebung verbunden war, daher bekamen wir viele Abzüge für die Heimatkundenmappe.

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